(Un)würdige Arbeit am Beispiel der Pflegeberufe

21.12.2020 | Online-Podiumsgespräch und Diskussion am 21.01.2021 um 19.00 Uhr

Krankenschwester im Einsatz

Die aktuelle Situation der Pandemie legt die Grenzen und Schwachen im Bereich der Pflege in alter Deutlichkeit often. Auch wenn die Situation in vergleichbaren Landern noch schlimmer scheint, ist unubersehbar, dass Applaus nicht reicht.

Trotz größter Bemühungen seitens der Pflegerinnen und Pfleger in den Krankenhausern. den Pflegeinrichtungen für alte Menschen und Behinderte, den ambulanten Diensten kommen viele Menschen nicht zu der notwendigen Hilfe und die Helfenden selbst kommen zusehends häufiger in bedrohliche, sie selbst gefährdende Situationen, berichten von untragbaren Verhältnissen und grßler Überlastung. Vor allem Frauen in Teilzeitarbeit sind betroffen, die obendrein häufig in prekären Arbeitsverhältnissen arbeiten.

An dem Abend sollen als Podiumsteilnehmer*innen fachkundige Personen über folgende Fragekreise ins Gespräch kommen:

  1. Wie ist die Arbeitssituation in den Bereichen, die Sie kennen bzw. hier vertreten (z.B. Arbeitsbelastungen, Beschäftigtenstruktur, Entlohnung, Arbeitszeiten, ethische Standards)?
  2. Was müsste sich ändern?
  3. Was ist konkret als nächstes zu fordern und zu tun?

Würdige Arbeit ist gekennzeichnet durch einen sicheren Arbeitsplatz mit einem festen und verlässlichen Einkommen in ausreichender und gerechter Höhe, das nicht zu Altersarmut führt. Ein Arbeitsplatz, an dem man vor köperlicher Beeinträchtigung geschützt ist. Das ist aber nicht alles: der Würde des Menschen in der Arbeit ist eine interessante, abwechslungsreiche und sinnhafte Arbeit förderlich, eine Tätigkeit, auf die man stolz sein kann. Eine, die mit guten sozialen Beziehungen zu Kolleg*innen und Vorgesetzt*innen einhergeht. Die Möglichkeiten bietet, selbst Einfluss auf Arbeitsinhalt und -ablaut nehmen (Partizipation) und sich weiterentwickeln zu können (Lernen in der Arbeit).

Referent*innen:

  • Ulrich Christofczik: Vorstand im Evangelischen Christophoruswerk e.V. mit Sitz in Duisburg, verantwortlich für 11 stationäre Pflegeeinrichtungen, Mitglied im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), Sprecher der Arbeitgeberinitiative Ruhrgebietskonferenz Pflege
  • Gregor Pleiss: Seit 1992 Krankenpfleger. Als Medizin-Pädagoge 20 Jahre in der Schulleitung an Krankenpflegeschulen in Gelsenkirchen und Recklinghausen, aktuell als Lehrer fur Pflegeberufe in einer Pflegeschule. Mitglied im Bundesverband der Lehrenden im Gesundheits- und Sozialwesen und in der Pflegekammer Rheinland-Pfalz.
  • Marion Schäfer: (Dipl.-Sozialpädagogin) Seit 2014 ver.di Gewerkschaftssekretärin im Mittleren Ruhrgebiet; für alle Krankenhäuser, Kliniken und Reha-Einrichtungen zuständig.
  • Prof. Dr. Thorsten Schulten: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung; Honorarprofessor am Institut fur Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Zu seinen Forschungsthemen gehören die Lohn- und Tarifpolitik sowie die Privatisierung und Ökonomisierung von Krankenhäusern.
  • Hans-Werner Quasten: Er engagiert sich in der "Initiative Respekt" (Kreis Heinsberg), eine vor allem von ehrenamtlich Tätigen getragene Initiative, die sich sich in alter erster Linie urn die Wanderarbeiterinnen in den Haushalten pflegebedürftiger Menschen kümmert.

Moderation

Prof. Dr. Werner Nienhüser, Universität Duisburg-Essen.

Veranstalter

Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt
KAB Diözesanverband Münster
KAB Bezirksverband Recklinghausen
KönzgenHaus Haltern am See

Hinweis:

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger online-Anmeldung unter Angabe des Vollnamens und einer gültigen E-Mail- dresse möglich. Eine Teilnahme an der Diskussion ist zunächst über eine Chatfunktion möglich. Die Chatbeiträge werden durch eine*n Moderator*in in den Gesprachsverlauf eingebracht. Eine direkte Diskussionsbeteiligung wird in der letzten halben Stunde angestrebt. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und anschließend bearbeitet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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